Wiederansiedlung der grünen Mosaikjungfer

Die früher in Niedersachsen weit verbreitete Grüne Mosaikjungfer (Aeshnea viridis) ist mittlerweile vom Aussterben bedroht.  Zum Verhängnis wird ihr, dass die  Krebsscherenbestände (Stratiotes aloides), eine Wasserpflanze von welcher die Libelle abhängig ist,  u. a. durch das Räumen von Wassergräben immer mehr eliminiert wird. Die grüne Mosaikjungfer zählt damit zu den Wirbellosenarten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie mit höchster Priorität für Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen.

Wir wollen daher auf unserem Biotop am Oberlauf des Scharmbecker Bach, einem Mosaik aus Sumpf- und Auwäldern, Sümpfen, Röhrichten und mageren Nasswiesen, ein Wiederansiedlungsprojekt starten und der Grünen Mosaikjungfer, die nur noch sehr vereinzelt im nahe gelegenen St. Jürgensland und der unteren Hammeniederung vorkommt, ein neues Habitat bieten. Hierzu werden wir ein Kleingewässer mit einer Fläche von rund 800 m2 anlegen. Dabei ist eine spezielle Gestaltung und Bepflanzung des Teiches erforderlich, insbesondere eine Bestückung des Gewässers mit Krebsscherenbeständen (Stratiotes aloides).