Rüm Hart – Stiftung geehrt

Ausgezeichnete Projekte (links sitzend: Andrea Janssen)

24.11.2018 – Ehrung im Harburger Rathaus:

Das Projekt „because it`s our only planet“ wurde durch die Agenda HARBURG21 mit einer Urkunde im Rahmen des 6. Harburger Nachhaltigkeitspreises geehrt.

because it`s our only planet

Plastikmüll stellt eine zunehmende Bedrohung der Ozeane und damit der Lebensgrundlagen für Mensch und Tier dar.

Unter dem Slogan because it`s our only planet möchte die Rüm Hart – Stiftung der Familie Janssen zur Reduzierung von Einweg-Plastikmüll anregen. Hierzu werden Sportvereinen in Hamburg insgesamt 2.000 nachfüllbare Trinkflaschen kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Orang Utans und das Fleischfarbene Knabenkraut

Was haben Orang Utan, Schierlings-Wasserfenchel und das im Biotop der Rüm Hart – Stiftung entdeckte Fleischfarbene Knabenkraut gemeinsam? Sie stehen als  vom Aussterben bedrohte Arten auf der Roten Liste. Während die drohende Ausrottung der erstgenannten südost-asiatischen Tierart die meisten Menschen berührt oder empört, finden die letztgenannten heimischen Arten allenfalls als Hindernisse für Bauprojekte Aufmerksamkeit.

Die beiden Pflanzen haben den Nachteil, dass sie – obwohl uns geografisch viel näher – den wenigsten Menschen bekannt sind. Zum Verhängnis droht ihnen, wie auch den Orang Utans in erster Linie der Verlust ihrer Lebensräume. Sie stehen damit letztendlich als Repräsentanten für die Vielfalt ihrer Lebensräume und damit der Artenvielfalt, von der auch die Lebensgrundlagen der Menschen letztendlich abhängig ist.

Es ist doch schizophren, die Vernichtung der Urwälder im fernen Borneo für neue Palmölplantagen zu beklagen, aber hierzulande ausschließlich über die Verzögerung von Großprojekten wegen eines „Marienkäfers mit dreieinhalb Punkten“ (wie jüngst der Industrieverband Hamburg) zu lamentieren. Deutschland hat sicher kaum noch spektakuläre Wildnis zu bieten. Umso wichtiger sollte jedoch der Schutz verbliebener einzigartiger Landschaften sowie Tier- und Pflanzenarten sein.

Eine vom Aussterben bedrohte Art mit eigenen Augen zu entdecken ist ein ergreifendes Erlebnis. Wie es für uns jüngst die  Entdeckung des Fleischfarbenen Knabenkrauts war. Und wie es ist, für ihren Schutz zu sorgen.

Vom Aussterben bedrohte Orchideenart entdeckt

Das Fleischfarbene Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata) wird in der Roten Liste  in Niedersachsen als vom Aussterben bedroht geführt. Zu unserer großen Freude konnte auf dem von uns betreuten Biotop „Oberlauf Scharmbecker Bach“ ein relevanter Bestand entdeckt werden. Die Identifizierung der für Laien zum Teil nur schwer zu differenzierenden Orchideengattung der Knabenkräuter erfolgte durch das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena. Nun gilt es, den teilweise überwucherten Bestand durch fachgerechte Pflege zu sichern!

Biotopaufwertung „Oberlauf Scharmbecker Bach“

Die Aufwertung des Biotops „Oberlauf Scharmbecker Bach“ ist das erste Projekt der RÜM HART-Stiftung. Ziel des Projekts ist es, ein Feuchtbiotop im Landkreis Osterholz ökologisch aufzuwerten. Hierbei beabsichtigen wir die Durchführung einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Arten durch eine Hochschule, die Schaffung einer Streuobstwiese auf einem Teilgebiet, die Anlage eines Amphibienlebensraums, die Sicherung einer dort angesiedelten heimischen Orchideen-Art sowie ein laufendes Monitoring. Wichtiges Bestandteil dieses Pilotprojekts ist Kooperation mit der Wissenschaft, den zuständigen Behörden und weiteren im Naturschutz engagierten Verbänden/Institutionen. Dabei geht es auch um den Kompetenzerwerb beim Projektmanagement von Naturschutzprojekten und der Beantragung von Fördermitteln zur Umsetzung der gesetzten Ziele.

F20-Stiftungsplattform

Stiftungen aus den G20 Staaten setzen mit der F20-Stiftungsplattform Impulse für den G20-Gipfel in Hamburg. Am 4. Juli 2017 findet dazu eine Konferenz im Hamburger Rathaus statt.

Ziel der F20-Stiftungsplattform ist kooperatives und länderübergreifendes Handeln. Es geht um Impulse an die Regierungen, zivilgesellschaftliche Akteure besonders beim Klimaschutz weiterhin wirksam einzubinden. Die Plattform regt Modelle und Lösungen nachhaltigen Handelns an, statt Brücken zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft der G20-Staaten. Mehrere Diskussionen sollen aufzeigen, dass eine Transformation von Gesellschaft und Ökonomie im Sinne der Agenda 2030 machbar ist. Der Themenschwerpunkt liegt dabei auf dem nachhaltigen und inklusiven Wirtschaften, insbesondere dem Aufbau erneuerbarer Energien sowie der Einbindung der Zivilgesellschaft bei der Global Governance im Rahmen der Vereinten Nationen. Konkret geht es um das Pariser Klimaabkommen, die Möglichkeiten eines Kohleausstiegs und die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure im globalen Transformationsprozess. Mehr Informationen: unter http://www.foundations-20.org/events.html